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Der Ansatz war über die Ortsbeschreibung gegeben. Da die Vorpostengruppe jedoch einen anderen Rückzugsweg als die Hauptgruppe nutzte waren wir auf eine geograpische Analyse des Gebietes angewiesen. Alte Karten und Luftbilder klärten die Situation zusätzlich. Gegen Süden schloss ein Felsriegel die Gegend ab. Zwar wäre dieser Weg der kürzere Weg an den Standort zurück gewesen, jedoch nicht der Sichere. Also gingen unsere Vermutungen eher in Richtung Norden, sodass die Kampfgruppe dort in einem Bogen im Schutz der Berge den Weg zum Standort zurück angetreten hat. Mit vier Suchern und vier Sonden, sowie einer Tiefensonde, rücken wir an einem sonnigen Sommertag aus um die Geschichte zu überprüfen.
Inzwischen wurden wir noch auf eine versteckte Kiste mit Wertsachen in der Gegend hingewiesen, in der Nähe eines Heustadels. Nach einem halben Tag stellen wir die Suche an den Heustadeln ein. Zwar liegen dort viele Kleinteile herum, jedoch etwas Großes wie eine Kiste ist nicht festzustellen. Was wir jedoch finden ist ein eingefallenes zugewachsenes Grabloch in dem durchaus eine Kiste vor langer Zeit versteckt gewesen sein könnte.
Aber trotzdem ergab ein interessanter Fund eines Suchers: eine Pilgermedallie von 1756 in einem Maulwurfshügel. Erstaunlicher- weise bringen Maulwürfe ab und zu kleine Kostbarkeiten an das Licht, auch haben wir schon einen Silberring in einem Maulwurfshaufen gefunden.
Also konzentrierten wir uns wieder auf die Suche nach den Relikten des Gefechtes. Die Gebirgsjäger müssten sich ja irgendwo verschanzt haben. Wo, ist leider aus dem Tagebuch nicht ersichtlich, also auf geht es auf Suche mit den Sonden. Bis zum Nachmittag haben wir einige leere K98 Patronenhülsen gefunden, zwar mit Produktionsdatum aus Kriegszeiten, doch haben wir festgestellt dass nach dem Krieg viel Wilderei mit Kriegswaffen betrieben wurde. Einzelne Patronenhülsen weisen dann eher auf einen Jäger oder Wilderer hin, denn auf ein Gefecht. Dieser Tag bringt uns dort nicht weiter.
Zwei Wochen später zieht nur einer von uns los. Zwischenzeitlich haben wir einen Hinweis auf einen Helmfund vor einigen Jahren ca. 2 km Luftlinie vom dem Gefecht Richtung NO bekommen. Und richtig, dort finden wir einen weiteren deutschen Stahlhelm. Damit existieren zwei Fundpunkte und wir können eine Verbindung zwischen dem Gefecht und dem Fundpunkt ziehen. Auf der Karte sieht es so aus als hätten sich die Gebirgsjäger im Schutze des Waldrandes nach oben bewegt.
Auf dieser Linie werden wir einige Tage später fündig. Anscheinend haben die Gebirgsjäger alles Überflüssige auf dem Weg hinauf in die Berge weggeworfen. Vom Stahlhelm über Gasmaskenteile, leeren Munitionsbehältern und leere MG Ketten bis zu Ersatzlaufhalterungen für Maschinengewehre sind die Hänge gespickt mit Ausrüstungsresten. Die Ledertaschen sind entsprechen zerfressen und alles Metall korridiert.

Vermutlich wurden auch Waffen und Munition weggeworfen oder vergraben denn rechteckige Löcher deuten auf das Verstecken und spätere Bergen von Waffen hin. Wir finden auch einige, vor langer Zeit aushobene Schützengräben. Diese können wir nicht so recht einordnen, da Sie sich doch in 500 bis 600 Meter Entfernung zur Gefechtsposition befinden und nicht das Gefecht einsehen konnten. Evtl. eine Auffangstellung oder bereits früher angelegt. Das Kriegstagebuch gibt hier leider keine Hinweise wie die beiden Tage vor dem Gefecht verbracht wurden.
Ebenso entdecken wir mitten im Wald die Überreste einer Hütte. Auch der Ofen steht noch. Um die Hütte herum ist der Boden sehr vermüllt mit Nägeln, Schrauben, Beschlägen. Hier werden wir zukünftig noch weiter suchen.
Gruselig waren die vielen Kuhschädel in der Gegend. Offenbar war dort eine Stelle an der schwarz geschlachtet wurde und direkt vor Ort verarbeitet worden ist.
wird weitergeführt.....
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