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Tauchen:
Mit unserer Standard-Freizeittauchausrüstung wagen wir uns in den oberbayerischen Seen bis zu 40 Metern in die Tiefe. Leider ist unser Haus und Hof See, der Walchensee, sehr viel tiefer. Bis 190 Meter geht es in die lichtlose Tiefe hinab. Denn dieser See bietet viele Geheimnisse:
- vier abgestürzte Flugzeuge, von der Me 109 bis zum Lancasterbomber.
- Was war mit Ostlers Atomfässern? Heisenberg, einer der führenden Atomforscher seiner Zeit, wurde hier zu Kriegsende von den Amerikanern verhaftet.
- Die Sasseninsel im See war früher bebaut mit einem Kloster. Angeblich haben die Mönche liturgische Instrumente um die Insel herum versenkt, als die Schweden im 30 jährigen Krieg anrückten.
- Die Druckstöcke der Reichsbank: Völlig aus der Wahrnehmung verschwunden sind die vom Reichsbankoberkassier mitgeführten Druckstöcke der Reichsbank. Angeblich wurden diese im See in einer Nacht und Nebel Aktion versenkt.
- Die Einbäume: Im See liegen noch einige gut erhaltene Einbäume aus dem Mittelalter.
- Die Zinnfigurensammlung des Colin Ross: Wohin verschwand bei Kriegsende die weltberühmte Zinnfigurensammlung? Etwa am Urfelder Berg, wie Henriette von Schirach glaubt?
und natürlich die Gerüchteküche: Vom Sturmboot über die Drohne, vom versunkenen Jeep mit vier Amerikanern bis zur Luxusjacht von Göring....
Auch in den Klammen setzen wir auf Tauchtechnik. Spülkolke mit bis zu 10 Meter Tiefe stellen uns vor neue Herausforderungen im Tauchgang. Hier benötigen wir eine modifizierte Tauchausrüstung. Es bereitet insbesondere die Strömung die größten Probleme. Deshalb verzichten wir auf den Einsatz von Flossen und führen Eispickel mit, mit denen wir uns verankern und bei Bedarf auch graben können. Auch ist dort der Einsatz eines Halbtrockentauchanzuges sehr viel sinnvoller als eines Trockis, denn der Wasserwiderstand erhöht sich durch das Volumen eines Trocki ungemein und macht es sehr schwer gegen die Strömung anzukommen. Auch die Tauchflaschen sind, mit ihren 5 Liter Inhalt, klein. 
M it den Metallsonden suchen wir die Gerölle in den Klammen ab. Sehr bewährt hat sich die handliche 720er Ebinger Unterwassersonde. Ähnlich einem Metallsuchgerät an den Flughäfen bietet die Ebinger sehr gute Suchergebnisse bei minimalen Abmessungen.
Schwierigkeiten bereiten insbesondere die verbackenen Sedimentschichten. Dort heißt es mühevoll graben. Interessant sind die bis zu 8 Meter tiefen Spülkolke in den Klammbächen in denen sich oftmals, wie in einer Mahltrommel, kanonenkugelkreisrund geschliffene Steinbrocken befinden. Immer wieder gruselig sind die organischen Anschwemmungen - verunglückte Tiere die in den Kolken langsam vor sich hin faulen.
GPS Navigation:
Sehr hilfreich bei unseren Suchprojekten ist die Ortsbestimmung per GPS. Mit den Garmin Geräten haben wir anschließend die Möglichkeit über Map Source den Suchgang zu erfassen und auszuwerten. Dabei erfassen wir interessante Geländepunkte per Markierung. Auch die Übertragung in Google Earth zeigt oftmals interessante Geländeformationen auf der Luftbildkarte, wobei Google Earth, im Gegensatz zu Map Source, in den Bergen ungenau abbildet.
Um den momentanten Abmahnwellen der Rechteinhaber der Luftbilder von Google Earth zu entgehen werden keine Google Earth Photos auf diesen Seiten veröffentlicht. Wir empfehlen für Veröffentlichungen “openstreetmap”, oder eine Unbedenklichkeitserklärung von Google.
Auch der 3D Viewer Bayern hilft uns in der Geländebeurteilung während der Recherche. Hier können wir Gebiete ausklammern, welche als Versteckorte nicht in Frage kommen oder auf der anderen Seite Stellungen wahrscheinlicher zuordnen.
Klettern:
Bei vielen unserer Touren ist das Kletterseil und der Abseilgurt ein ständiger Begleiter.
Wobei es sehr selten ist daß das hochalpine Klettern im Vordergrund steht. Meistens müssen wir uns in den steilen Hängen und Klammeinschnitten per Seil sichern um Suchgebiete zu erreichen. Auch die teilweise seifenrutschigen und glatten Grashänge benötigen eine Seilsicherung. Dringend angeraten ist die Seilsicherung natürlich in den Klammen. Dort steigen wir im Klammbett mit dem Wasser ab und sind gezwungen uns über Abbrüche und Wasserfälle abzuseilen. Diese Abseilaktionen erfordern eine gute Seilbergungstechnik über lösbare Knoten oder doppelte Seilführung. Oftmals verheddert sich jedoch das Seil in den Holzverhauen in den Klammen um erst beim mühseligen Zurückklettern gelöst werden zu können. Ausserdem muss der Abseilachter unbedingt auslösbar sein um jedes Risiko für den Gesicherten au sz us ch lie ss en . Sc h o n ei ni ge m al e w ar im unübersichtlichem Gelände das Seilende erreicht bzw. in einem Wasserfall ein Rückklettern nicht mehr möglich gewesen und die Auslösung des Kong war unumgänglich.
Ein lebenswichtiges Utensil ist auch der Schutzhelm. Die brüchigen Klammkanten und die gefählichen Felstürme schicken immer wieder unfreundliche Grüsse in die Klamm. Auch beim Klettern bewegen wir uns in ungesichertem Gelände und müssen auf maximale Sicherheit achten. Vor zwei Jahren haben wir in einer Klammwand sogar eine Person gefunden die sich verstiegen hatte. Wir versuchten die verzweifelte Frau zu erreichen doch die tückisch glatten Klammwände waren unüberwindlich. Schlussendlich konnte die Frau, nach unserer Handymeldung nur durch eine aufwendige Hubschrauberbergeaktion der Bergwacht gerettet werden. Deshalb ist, neben den Funkgeräten, auch immer das Handy in wasserdichter Verpackung am Mann.
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