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Das Reichsbankgold am Walchensee, Zeitzeugen gesucht
Der Schatz der Reichsbank, wer weiss mehr darüber?
Garmisch-Partenkirchen Den beiden Heimatforschern Andreas Kaiser (Lehrer) und Jürgen Proske (selbständig) gelang mit ihrem Team im Herbst vergangenen Jahres ein historischer Fund. Dieser erscheint der Forschergruppe, die um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung bittet, jedoch nur als Spitze des Eisberges. Ein Rückblick: Walchensee, Ende April 1945. Der Zweite Weltkrieg geht zu Ende, das Dritte Reich liegt in Schutt und Asche. Menschen aus allen Himmelsrichtungen suchen fliehend vor den anrückenden Siegern die vermeintliche Sicherheit der Alpenfestung. Doch nicht nur Menschen erhoffen sich den von den Nazi-Demagogen propagandierten Schutz der Berge, auch Sachwerte aller Art sollen hier in Verstecken dem Zugriff der Alliierten entzogen werden. Das so genannte Reichsbankgold aus Berlin, das in den Wäldern bei Einsiedel verbracht wurde, ist das bekannteste Beispiel dafür. „Neben den offiziellen Werten der Reichsbank, die großteils von den Amerikanern gefunden und beschlagnahmt wurden“, so Proske, „fanden auch private Wertgegenstände von Nazi-Bonzen den Weg ins Oberland, wo sie versteckt wurden. Diesen inoffiziellen Schätzen sind wir auf der Spur.“ Intensive Recherche bestehend aus Zeitzeugeninterviews, Archiv- und Geländearbeit brachte den Forschern im vergangenen Herbst einen bemerkenswerten Erfolg. Sie konnten ermitteln, dass auf LKWs, die auch die 9 Tonnen Gold aus Berlin an den Walchensee brachten, Moselweine höchster Qualität zur Verbergung mitgeführt wurden. Groß war die Spannung, als im Gelände an zuvor ermittelter Stelle alte Weinflaschen geborgen werden konnten. Auf einigen fanden sich Etikettenreste. Die aufgedruckte und noch gut lesbare Jahreszahl 1940, sowie einige Wortfragmente ließen die Herkunft der Weine erahnen: die Weinberge an der Mosel. Mittels Computertechnik gelang es aus Resten, ein beinahe vollständiges Etikett zu rekonstruieren. Die Kontaktaufnahme zu Weinfachleuten ergab einen eindeutigen Hinweis: Weingut Peter Nicolay aus Ürzig an der Mosel. Die Recherche bestätigte, dass es sich bei dem gefundenen Wein um „das Beste handelt, was die Mosel zu bieten hat“, so Dr. agr. Peter Pauly, dem heutigen Weingutbesitzer. Ein kostbarer Wein, den zu verstecken es lohnte. Die gefundenen Flaschen haben keinerlei materiellen Wert, der Frost zerstörte sie. „Trotzdem ist die Sache interessant“, erklärt Kaiser, „das Flaschenversteck befand sich nahe eines alten Gebirgsjägerdepots, wohin auch weitere Werte verbracht wurden. Diese Werte wurden, gleichsam der Weinflaschen, niemals offiziell dokumentiert. Die Weinflaschen sind seit 1945 das erste gefundene Indiz dafür, dass deutlich mehr versteckt wurde, als in den offiziellen Protokollen der Reichsbankbeamten aufgeführt wurde. Leicas, Schmuck, Devisen, Edelmetall, Dokumente und andere Werte warten möglicherweise noch heute auf ihre Finder“. Davon ist das Team überzeugt das sich vor allem an die ältere Generation mit der Bitte um sachbezogene Hinweise wendet. „In Erzählungen und Tagebüchern der Väter und Großväter verbergen sich oftmals wertvolle Zusammenhänge und Informationen über die damaligen Vorgänge“ erläutert Kaiser. „Diesen folgen wir dann gemeinsam mit den Hinweisgebern“. Unter www.fragen-forschen-finden.de/html/home. html präsentiert die Gruppe weitere Details ihrer Arbeit im Oberland und bittet Zeitzeugen um Kontaktaufnahme unter 08821-7303143.
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Weitere Infos bei:
Jürgen Proske Pitzaustr. 4 82467 Garmisch-Partenkirchen juergenproske@gmx.de Tel. +49 (08821) 730 31 43 Fax +49 (08821) 730 31 43
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