Das aktuelle Suchwetter für Garmisch-Partenkirchen


     Geschichte und Geschichten aus Werdenfels: Unsere Vortragsreihe gemeinsam mit der Partenkirchner Bücherei:                       Thema am 07.03.2012 in der Ludwigstrasse 29 ab 19.30 Uhr:

Multimediavortrag: Geotrekking im Zugspitzland von Andreas Kaiser



Kontakt unter: fff@fragen-forschen-finden.de
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Projekt 1: Das versunkene Motorboot im Kochelsee
 

Vorgeschichte:

Herbst 2008 erfuhren wir eine interessante Geschichte über den Kochelsee:

Dr. Dr. Lange, nach eigenen Angaben ein in Führungskreisen des Dritten Reiches ein- und ausgehender Spezialist ,wurde beauftragt Verstecke für Werte zu suchen und entschied sich für ein Haus am Kochelsee. Am Kriegsende fand angeblich dort, in der Nähe dieses Hauses, eine Versenkung von Wertgegenständen statt.

Ebenfalls wurde uns die Versenkung eines Militärfahrzeuges über einen Steg in den See zugetragen. In dessen Benzintank waren angeblich Goldmünzen versteckt . Darüberhinaus unterrichtete uns eine Tauchergruppe über Material und Kisten an einer bestimmten Stelle des Sees, die diese bei einem Tauchgang gesehen hätten

Unter Umständen könnte es sich dabei um die versenkten Wertgegenstände aus dem Haus am See handeln.

Also fuhren wir an einen kalten aber klaren Oktobertag los mit den Booten. Bewährt hat sich die Magnetangelprospektion für lichtlose Tiefen. Mit den Neodymmagneten von Tom wird über evtl. Zufallsfunde eine Unterwassergebietseingrenzung vorgenommen, um einen späteren Tauchgang zielgerichtet zu unternehmen. Die Koordinaten der Unterwasserfunde werden auf den mitgeführten GPS Geräten erfasst. Nebenbei wollen wir nach dem versenkten Militärfahrzeug Ausschau halten. Wer beschreibt unsere Überraschung, als wir schon bei der Anfahrt im klaren Niedrigwasser des Sees ein Fahrgestell entdecken, und zwar fast an der Stelle an der die Versenkung des Militärfahrzeuges stattgefunden haben soll. Ein Versuch der Bergung einzelner Teile gelingt, ermöglicht allerdings keine Identifikation. Es gelingt es uns verwertbare Bilder von der Oberfläche aus aufzunehmen und weitere Recherchen einzuleiten. Ein Informant  hält das Objekt für den Rahmen eines Boot und kontaktiert Andy mit folgender Historie:

                              

Verfasser: Andreas P. Kaiser (Garmisch-Partenkirchen)

Mythos:

1943 oder 1944 sei eines Tages ganz Kochel am See in Aufregung geraten, da ein Schwertransporter, beladen mit einem luxuriösen Motorboot, durch das Dorf manövrierte. Ziel des Transports war das südliche Ortsende. Dort sollte der Stapellauf stattfinden. Vor den Augen der versammelten Dorfbevölkerung glitt das Boot in den See aber anstatt zu schwimmen ging es an Ort und Stelle sang- und klanglos unter. Keiner der Umstehenden wagte zu lachen, denn das Schiff gehörte keinem Geringeren als dem Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg, Herrmann Göring. Das Schiff wurde nicht wieder geborgen, obwohl es in unmittelbarere Ufernähe gesunken war. Schnell kochte die Gerüchteküche über: „Es wird wohl einen wichtigen Grund geben, das Schiff nicht zu heben. Ist da etwas an Bord, was nicht wieder an die Oberfläche gelangen soll? Ja war denn vielleicht der misslungene Stapellauf eine gelungene Versenkungsaktion?“

Forschungsergebnisse:

Der Mythos interessierte mich. Er war in sich schlüssig, könnte durchaus so passiert sein, und lockte zudem mit einem geheimnisvollen Wrack.

Wie gewohnt griff ich zunächst zu verschiedenen Karten, um mir einen topografischen Überblick zu verschaffen. Vom südlichen Ortsausgang Kochels bis zum Beginn der Kesselbergstraße schmiegt sich die Straße ans Seeufer. Auch fällt hier der Seegrund verhältnismäßig steil ab, sodass ein Stapellauf plausibel erscheint. Sollte hier wirklich noch das Wrack liegen?

Ich hoffte mit dem Alleswisser Google in meiner Recherche weiter zu kommen, doch ich musste feststellen, dass auch Google nicht alles weiß. Keinerlei Eintrag zu einem missglückten Stapellauf in Kochel, keine Hinweise auf diversen Taucherseiten, nichts, einfach gar nichts. Konnte sich anno 1943/44 ein solch’ markantes Szenario ereignen, ohne irgendwelche Spuren in den Weiten des heutigen Internets zu hinterlassen?

So begab ich mich in die Zeitzeugenforschung. Mittels weniger Telefonate konnte ich einen alten Kochler und einen alten Schlehdorfer ausfindig machen, die als junge Männer den Zweiten Weltkrieg als Soldaten miterleben mussten. Schon das Interview mit dem ersten Zeitzeugen war ein Volltreffer: „Die G’schicht is a Schmarrn.“, tönte es freundlich und etwas amüsiert durch den Telefonhörer und der alte Mann fuhr mit seiner Version der Schiffssaga fort, die kurz darauf von meinem zweiten Zeitzeugen haargenau bestätigt wurde. Und das war passiert:

Anlässlich der Eröffnung des Walchenseekraftwerks im Jahr 1924 wurde ein schickes Motorboot an den Kochelsee gefahren und sollte südlich des Ortes vom Stapel laufen. Aufgrund Unwissenheit wurde das Schiff mit dem Heck voran gewässert, Wasser schwappte ins Boot, es sank auf der Stelle. Viele Jahre später wurde das Wrack geborgen und restauriert, doch seiner eigentlichen Bestimmung als Wasserfahrzeug sollte es nicht wieder zugeführt werden. Stattdessen steht es in der näheren Umgebung von Kochel und ist als „Cafépavillion“ auf einem Freizeitgelände in Gebrauch.

Kein Göring, keine absichtliche Versenkung, kein zu bergender „Schatz“.

Enttäuschung, nein, auf keinen Fall, zeigt doch dieser Mythos, dass so mancher Erzählung ein wahrer Kern innesteckt, auch wenn die Zeit mit Schlieren der Phantasie die ursprüngliche Wahrheit umgarnt.

Meine beiden Zeitzeugen waren zum Zeitpunkt des Stapellaufs noch nicht geboren, das wirklich Geschehene war ihnen allerdings allzu gut bekannt, da das Ereignis über Jahre hinweg in Kochel und Umgebung Gesprächsstoff geboten haben muss. So hielt sich als geflügeltes Wort über lange Zeit in Kochel die Aussage eines Augenzeugen des Schiffsuntergangs: „Jetzt ham de Fiisch a schees Scheißhaus.“

  Ausblicke:

Durch die voneinander unabhängige Aussage zweier Zeitzeugen erachte ich den Mythos als enttarnt. Aus Neugier werde ich aber versuchen, das Schiff in seiner neuen Funktion als Cafépavillion zu finden. [weitere Info: www.kaiser-geotrekking.de]

Den weiteren Spuren am Kochelsee werden wir jedoch nachgehen. Die Magnetangelprospektion brachte, außer dem Fahrgestell nur einige Metallpfeiler an die Oberfläche. Aber leider ist die Magnetangelprospektion eine unsichere Untersuchungsmethode, da die Angel nur wenige Dezimeter an einem Fundstück vorbeigleiten kann und unsere Suchlinien im Normalfall 5 Meter auseinanderliegen. Also werden wir dort noch mit engeren Suchabständen arbeiten müssen.

                              

 

Über den Winter 2008/2009 bereiten Tom und Michi die Bergung des Wracks vor. Dazu gehören neben den offiziellen Genehmigungen auch der Bau und Test einer schwimmfähigen Bergeplattform. Erwartbar im Juli werden wir mit der Bergung des Wracks beginnen. Für uns auch ein Test für die Bergung aus grösseren Tiefen am Walchensee. Dabei wollen wir den Aufwand verständlicherweise im Rahmen halten. Reinhold Ostler hat das mit einem Bergeversuch der Zinnfigurensammlung von Colin Ross erfahren müssen. Das fordert von Tom und Michi pfiffige und intelligente Lösungen für die Bergung. Beide setzen auf bewährte Technologien und vorhandene Bauteile die zu einer neuen Lösung zusammengestellt werden.

Wir berichten weiter...

 

Projekt 2: Coitus Interruptus:

Das vorzeitige Ende einer Recherche


Im Winter 2008/2009 sind wir einer interessanten Spur im Oberland nachgegangen. Das Buch "Preis der Herrlichkeit" von Henriette von Schirach hatte uns schon bei der Suche nach den Weinflaschen des Goldoberst wertvolle Hinweise gegeben. Diese versteckten sich allerdings in Nebensätzen oder kurzen Erlebnisbeschreibungen. So auch im vorliegenden Fall.

Die Frau des Reichsjugendführers Baldur von Schirach schildert ihre Erlebnisse in Kochel am Ende des zweiten Weltkrieges. Eine kurze Episode beschreibt zwei für uns interessante Vorkommnisse. Einmal wird 1943 ein kranker Baum, eine der großen Linden, ausbetoniert. In die Betonplombe wird von Frau Schirach eine Zeitkapsel eingebracht. Darin eine Zeitung, etwas Kleingeld und ein Schmusetier, für uns ein interessantes Zeitdokument. Zum anderen wird die Verbergung eines wertvollen Ringes in einem Gemüsebeet beschrieben, der der Existenzsicherung nach dem Krieg dienen sollte.

Mit ergänzenden Informationen durch einen der renommiertesten Schatzsucher aus der Region sind wir diesen Spuren gefolgt. Ein erster Location Check ergab, dass sich die Situation vor Ort im Laufe der Zeit verändert hat. In der Vergangenheit fanden umfangreiche Bauarbeiten statt. Die Linde wurde gefällt, die Gemüsebeete wurden eingeebnet.

 Nichts zu machen, der Istzustand wird dokumentiert und ad acta gelegt. Drei Wochen später ergab sich aus einem anderen Projekt, "Das versunkene Boot im Kochelsee“, eine unerwartete Querverbindung durch einen Zeitzeugen. Damit lebte die bereits beendete Nachforschung neu auf. Er erzählte: „Die Linde wurde 1954 gefällt und zu Feuerholz gesägt. Äste und Reste wurden den Hang hinab geworfen.“ Ob auch eine Betonplombe dabei war wusste der Zeitzeuge nicht zu benennen. Auch an die Lage der Gemüsebeete erinnerte sich der alte Mann und konnte auf Bildern die Fläche eingrenzen.

Ergebnisse brachte dann ein weiterer Besuch vor Ort. Der Aussage folgend untersuchten wir den Hang. Dort fanden sich einige Betonreste. Treffer! Um die Lage der Beete zu verifizieren bedienten wir uns der Methodik der so genannten geofloralen Analyse, die durch menschliche Bodenbearbeitung eine veränderte Vegetation entstehen lässt. Wir suchten also nach „Zeigerpflanzen“. Beispielsweise findet man auf bleihaltigen Böden Wiesen-Schaumkresse.  Für uns interessant war, dass ehemalige Beetflächen, bedingt durch intensive Bewirtschaftung, eine üppigere Vegetation an Brennnesseln, Huflattich, Disteln usw. aufweisen. Dieser Bewuchs ließ sich in zwei Bereichen nachweisen. Damit waren wir an der Grenze der Vorrecherche angekommen und benötigten für das weitere Vorgehen die Genehmigung der Grundeigentümer. Eine umfangreiche E-Mail von Andy an den Hausherrn, eine politische Fort- und Weiterbildungsakademie, stellte die bisherigen Ergebnisse detailliert dar. Wir baten um eine Suchgenehmigung vor Ort. Leider wurde unser Ersuchen von den Eigentümern mit folgender Begründung abgelehnt:

„[Der Hausherr] unterstützt im Rahmen [seiner] Aufgabenstellung die wissenschaftliche Erforschung der jüngeren Geschichte. Dazu gehört jedoch nicht die Suche nach Wertgegenständen und Devotionalien aus der Hinterlassenschaft der Nazi-Herrschaft.“

Damit fand unser Projekt ein zweites Mal sein vorzeitiges Ende.

Aber auch das gehört zur Schatzsuche. Nicht immer ist es uns möglich Projekte bis zur endgültigen Verifikation der recherchierten Ergebnisse durchzuführen. Doch  Situationen verändern sich im Laufe der Zeit. Was heute nicht möglich ist, kann in zwei Jahren machbar sein. Deshalb fassen wir die Ergebnisse zusammen (Ausschnitt siehe unten) und legen ein offenes Projekt an. Das bedeutet eine jährliche Überprüfung der Situation. Vielleicht ist es in der Zukunft möglich, die bisherigen Ergebnisse zu bestätigen. Wir hoffen das.

Ein Auszug aus dem Begehungsprotokoll an Sylvester 2008:
 


Auszug Protokoll


Karte: TK 25 Nr. 8334 Kochel a. See
Locationcheck -XXXX, Kochel a. See
31.12.2008
 


Teilnehmer:ANDREAS P. KAISER, JÜRGEN PROSKE (beide Garmisch-Partenkirchen)
Wetter: winterlich; anfangs Bodennebel, dann klarer Wintertag, trocken, windstill, um die -3°C; Tiefstwerte in der Nacht um die -10°C, temporäre Schneegrenze in den Nordlagen um NN 800m.
Route: Kruzifix Ecke „XXXX“ / „An der XXXX“ ® von E auf den XXXX ® „Villa Schirach“ südliche Hangflanke teils weglos, teils entlang des Weges am Zaun ® W-Ende der Lindenallee Abstieg über nördliche Hangflanke (in Falllinie  der Villa) weglos
Exkursionsziel:
- Überprüfung einer neuen Theorie zur Lage des Gemüsebeetes
- Suche nach der Betonplombe aus der gespaltenen Linde
- Fotodokumentation
Technische Vorgehensweise:
Auf der von Schirach beschriebenen Strecke wird die Villa zu Fuß erreicht. Fotodokumentation des vermuteten Gemüsebeetes. Umrundung des Anwesens, in großteils weglosen Suchstreifen, an den s und n Hangflanken des XXXX.
Ausrüstung:
Fotoapparate (digital), Diktiergerät, GPS, Fernglas.

Protokoll des Locationchecks und Forschungsergebnisse:

ad 1: Der Smaragdring im Gurkenbeet
Es galt die beim Locationcheck am 19.11.2008 ermittelte Lage des im Quelltext erwähnten Gemüsebeets nochmals zu überprüfen. Grund der Neuüberprüfung war die Zeugenaussage von XXXX, dass die Streuobstwiese aufgrund ihrer Entfernung zum Haus (Küche) möglicherweise nicht Ort des Gemüsebeetes gewesen sein mag. Die erneute Sichtung des Fotomaterials vom 19.11. ließ die ebene Grünfläche zwischen den beiden heutigen Parkplätzen als sinnvolleren Ort für ein Beet erscheinen.



 Die fragliche Fläche

Nochmals die Auffahrtsbeschreibung von Henriette von Schirach zu Fuß nachvollziehend, erscheint die Lage des alten Gemüsebeetes auf der kleinen Verebnung nahe am Haus ebenso plausibel, wie die anfangs vermutete Lage im Bereich der heutigen Streuobstwiese. Zwischen den beiden heutigen Parkplätzen liegt s der Auffahrt das auf dem oben gezeigten Foto Wiesenstück. Die Verebnung ist künstlich angelegt, die Mauerumfriedung lässt in Baumaterial und Baustil durchaus auf eine Entstehung zur fraglichen Zeit schließen.



 

ad 2: Die Betonplombe der gespaltenen Linde


Der Standort der im Quelltext erwähnten Linde wurde bereits am 19.11. ermittelt. Dem Gedanken des Zeitzeugen folgend, der Baum sei nach seiner Verwertung nicht abtransportiert, sondern lediglich den Hang hinab geworfen worden, erhofften sich Kaiser und Proske die Betonplombe zu finden. Aus Vollständigkeitsgründen wurde auch die fundunwahrscheinlichere Südflanke des XXXX in die Suche einbezogen. Hier fand sich eine Bauschutt- und Gartenabfallhalde mit diversen Betonfragmenten beachtlichen Ausmaßes, welche aber nicht näher zugeordnet werden konnten.


 Betonfragment in der Schutthalde

Nach Überschreitung des Hügelkammes wurde die Nordflanke einer intensiven Untersuchung unterzogen. Besonderes Augenmerk fand die Falllinie zwischen dem Standort der Linde und dem Hangfuß im Bereich der heutigen Eisfläche nahe dem Parkplatz des XXXX. Das Ergebnis der Suche war negativ. Die Vermutung, Gartenabfall und sonstiger Schutt seien einfach den Hang hinab geworfen worden bestätigte sich in der Nordflanke ebenso, wie in der Südflanke. Jedoch lag hier (im N) keine einzelne Schutthalde vor, der Unrat wurde ungeordnet an mehreren Stellen herab geworfen. So fanden sich Relikte eines Kamines und mehrere Betonbrocken, die wahrscheinlich als Fundament von Parkbänken Verwendung gefunden hatten.


 


Fundstück in der Nordflanke

Ausblicke:
Ob das Gemüsebeet im Bereich der heutigen Streuobstwiese oder auf der kleinen Grünflache lag, kann nur durch Grabungsarbeiten mit Erlaubnis des Besitzers geklärt werden, die Grünfläche erscheint auf Grund ihrer Nähe zum Haus allerdings wahrscheinlicher. Die gefundenen Betonplomben sollten ebenfalls überprüft werden. Auch hier wäre eine Sondierung schnell und problemlos durchführbar.


Andreas P. Kaiser, Garmisch-Partenkirchen, 01.01.2009


Projekt 3: Ein interessantes Suchgebiet

Einen höchst interessanten Querschnitt durch die Geschichte unserer Region bietet eines unserer Suchgebiete. Von der Musketenkugel über Wehrmachtsschrott bis zu Überbleibseln der Bundeswehr ist alles dort auffindbar. Die Wk 2 Relikte stammen laut den historischen Quellen aus einem kleinen Gefecht sich absetzender Einheiten mit den Amerikanern zu Kriegsende. Die Reichspfennige und das Taschenmesser deuten auf einen Brotzeit- oder “Schnackselplatz” hin, wobei wir eher dem “Schnackselplatz” zugeneigt sind, denn der Fundort war in einer lauschigen Grube ohne der besonderen Aussicht, die Brotzeitplätze normalerweise haben, auf die Berge. Die Musketenkugeln stammen entweder von Jägern, Wilderern oder sogar von französischen Truppen die durch diese Gebirgsregion mit Napoleon gezogen sind. Die Waffentechnik änderte sich um 1850, mit der Erfindung gezogener Läufe sodass die Musketenkugeln wohl vor 1850 abgefeuert wurden. Darauf deuten auch die Haken und insbesondere die Gürtelschliesse hin, da diese noch handgearbeitet ist. Das Hufeisen ist neueren Datums und eher Holzknechten oder Waldarbeitern zuzuordnen. Diese betrieben Ihre Waldarbeit bis 1970 noch teilweise mit Pferdefuhrwerken denen ab und an ein Hufeisen verlorenging.